{"id":942,"date":"2015-05-25T06:16:47","date_gmt":"2015-05-25T04:16:47","guid":{"rendered":"http:\/\/margot-fischer.net\/?page_id=942"},"modified":"2021-06-30T19:22:19","modified_gmt":"2021-06-30T17:22:19","slug":"presse-bayou","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/margot-fischer.net\/?page_id=942","title":{"rendered":"Medien Echo Bayou"},"content":{"rendered":"<p>Mottingers Meinung 10. M\u00e4rz 2014<\/p>\n<p>In Margot Fischers Buch \u201cBayou. Kochen in Louisiana\u201d geht\u2019s um mehr als um Leckereien. Es geht um das Lebensgef\u00fchl einer Welt, die die Freude am Genuss zum Prinzip erhoben hat. Laissez le bons temps rouler! \u2013 Let the good times roll! Man muss Feste feiern, denn \u2013 auch das ist kreolisch \u2013 der Tod lauert an jeder Ecke. Auch beim Mardi gras, dem \u201cfetten Dienstag\u201d. Und so hat Fischer den 128 Rezepten spannende, sinnliche, scheu\u00dfliche Geschichten der Cajuns beigemengt. Man liest \u00fcber Sklaverei und Prostitution im Storyville-Viertel und einem Abendessen bei den leichten Damen, das mit Absinth beginnt und mit Pilzen mit Austernf\u00fcllung endet. Jazzlegenden wie Jelly Roll Morton, King Oliver und Louis Armstrong spielten in den einschl\u00e4gigen Etablissements dieses Bezirks.<\/p>\n<p>Mardi gras feiert man mit dem Deep South Sektcocktail, kreolischen Fleischpastetchen und Chicken Gumbo.Mardi gras ist der Tag vor dem Aschermittwoch und H\u00f6hepunkt des Karnevals. Ein letztes Mal vor Beginn der Fastenzeit nutzen die Cajuns die Gelegenheit, ausgiebig zu feiern und zu genie\u00dfen. In New Orleans f\u00fchrt Rex, der K\u00f6nig des Karnevals, auf einem goldenen Thron sitzend, einen farbenpr\u00e4chtigen Umzug \u00fcppig geschm\u00fcckter Festwagen mit Musikern und Kost\u00fcmierten durch die von ausgelassen feiernden Menschen bev\u00f6lkerten Stra\u00dfen. Das schwarze Pendant zu Rex ist King Zulu. Von den W\u00e4gen herunter wirft das Gefolge des K\u00f6nigs bunte Ketten aus Glasperlen und kleine M\u00fcnzen als \u201cGeschenke des Monarchen an sein Volk\u201d in die Zuschauermenge.<\/p>\n<p>Es gibt ein Men\u00fc zum St. Patrick\u2019s Day der Iren, zum St. Joseph\u2019s Day der Sizilianer, ein Familienfest der Cajuns samt Liebeszauber (dazu muss man unter anderem eine Biene von einer nach Norden geneigten Kleebl\u00fcte fangen und ihren Pollensack reiben \u2013 irgendetwas ist danach sicher geschwollen), ein Creole Dinner mit Jambalaya und traditionelle Indianerk\u00fcche der Cherokee, Seminolen oder Powhatan. Nat\u00fcrlich fehlen auch nicht Gelage f\u00fcr den Independence Day, Thanksgiving, Weihnachten und Neujahr.<\/p>\n<p>Unter der \u00dcberschrift \u201cThe Wonderful Soupstone\u201d verbirgt sich die K\u00fcche der armen Leute. Wussten Sie, dass Hush Puppies (w\u00f6rtlich: Still, Welpen!) Maismehlkrapfen sind. Dass in Louisiana Eichh\u00f6rnchen, Fr\u00f6sche, Schildkr\u00f6ten, Alligatoren in den Kocht\u00f6pfen verschwinden, soll beim Studieren der Rezepte nicht abschrecken. Margot Fischer hat zum Gl\u00fcck f\u00fcr alles vertr\u00e4gliche Alternativen, etwa Hendl, parat. Ein gelungener Gruselschocker ist das Halloween Horror Buffet mit dem Corpse Reviver (Leichenerwecker, ein Calvados-Brandy-Cocktail), Blood Soup in the Skull (Blutsuppe im Totensch\u00e4del, also rote R\u00fcben im K\u00fcrbis) und Pork R.I.P. (Schweinerippchen \u201cRuhe in Frieden\u201d mit Leichenzehen aus Kartoffenscheiben).<\/p>\n<p>Wem das zu abgefahren ist, der kann sich an den herrlichen Fisch- und Meeresfr\u00fcchtekreationen erfreuen. Austern bis zum Abwinken. Flusskrebse. Garnelen. Gr\u00fcnschalenmuscheln. Hummer. Krabben. F\u00fcr Fleischbevorzuger sind ausreichend Rezepte mit Ente, Lamm, Rind oder Truthahn vorhanden.<\/p>\n<p>Margot Fischer: Bayou. Kochen in Louisiana. Mandelbaum Verlag<\/p>\n<p>gourmantis schreibt<\/p>\n<p>Das Motto der Menschen in Louisiana: \u201eLasst es Euch gut gehen!\u201c. Einfach gesagt, aber noch einfacher getan, wenn man Margot Fischers neues Kochbuch zu Kreol- und Kajunk\u00fcche besitzt. Leider findet man kreolische Restaurants nach wie vor selten, was eventuell am Sch\u00e4rfegrad kreolischer Gerichte liegen mag. Das Gute an der Methode des Nachkochens ist, dass Sie hier selbst festlegen k\u00f6nnen, wie viele Chilischoten Sie in die Gericht geben wollen.<\/p>\n<p>Fischers Buch ist schon der Kapitel und ihrer Zusammenstellung wegen ein Genuss: wir beginnen mit einem \u201eSonntagsfr\u00fchst\u00fcck\u201c (das weit interessanter ausf\u00e4llt als das englische oder das traditionelle deutsche mit Kr\u00fcmeltoast und Betonmarmelade, dessen seien Sie versichert), wandeln durch das n\u00e4chtliche New Orleans zu einem \u201eStoryville Dinner\u201c, einem Abendessen bei den \u201eleichten Damen\u201c also, wir feiern St. Patrick\u2019s Day, essen wie die \u201earmen Leute\u201c und schnuppern schon einmal in die verhei\u00dfungsvoll duftende K\u00fcche, wenn das \u201eChristmas Dinner\u201c vorbereitet wird.<\/p>\n<p>Ein spannender Streifzug durch New Orleans also, und was Sie als Wanderer hierzu unbedingt brauchen, erkl\u00e4rt Fischer vorab. Ahornsirup, Basilikum, Fr\u00fchlingszwiebeln und Lorbeer sollten Sie bereits kennen. Aber auch Asche (f\u00fcr die Zubereitung von Mais), Blaukrabben, Eseldistel und Maish\u00fcllbl\u00e4tter sind obligate Zutaten der kreolischen und Cajun-K\u00fcche. Den Alligator, der auch genannt wird, lassen wir lieber leben, denn reichlich Chilis bei\u00dfen ohnehin schon arg genug. Probieren wir lieber den Espresso Chocolate Cake, der mit Bitterschokolade ein aromatisches Teigaroma bekommt. Espresso und Schokolade bilden eine saftige F\u00fcllung, und Mandelbl\u00e4ttchen auf der Glasur knuspern herrlich! Ein unkompliziertes Rezept f\u00fcr alle, die Schokolade lieben. Nach einem weihnachtlichen Gansessen bietet sich manchmal eine Erfrischung an. Statt Eis k\u00f6nnte man einen Refreshing Lemon Cake reichen- ansonsten diesen feinen Kuchen im Sommer mit frischem Eistee genie\u00dfen! Sehr dekorativ sind Kleeblattr\u00f6llchen, f\u00fcr deren sattgr\u00fcne Farbe Sie nicht etwa im Stadtpark pfl\u00fccken gehen m\u00fcssen, sondern lediglich die gebackenen Br\u00f6tchen mit gr\u00fcnem Tomatenchutney bestreichen. Auch in der Fastenzeit lassen es sich die Menschen in New Orleans gut gehen. Gef\u00fcllte Krebse mit Paprikaschoten, Knoblauch, Chili und Hummersuppe erleichtern die Abstinenz wesentlich, w\u00fcrde man meinen! Wunderbar schmeckt die Choctaw Hominy Maissuppe, die aus Mais, Speck, Fr\u00fchlingszwiebeln und Buttermilch besteht- ein Rezept der amerikanischen Ureinwohner.<\/p>\n<p>Die Weihnachtssektion f\u00e4llt, wie zu erwarten, sehr \u00fcppig aus. Hummerkrabbensalat und kreolische Ente mit Maisbrotf\u00fcllung sind schon wahre Kunstwerke in ihrer einzigartigen Balance von Gew\u00fcrzen, aber der Maroniauflauf mit Kirschen und Kastanienp\u00fcree, sowie ordentlich Schlagsahne muss unbedingt probiert werden. Auch die Getr\u00e4nke sind raffiniert zusammengestellte Geschmackswunder- beispielsweise der Apple Toddy, ein Apfelweinpunsch mit Orangen, Nelken, Zimt und Rohrzucker &#8211; herrlich! Auch ohne Feiertage \u00fcberzeugen die Heidelbeermuffins mit Ahornsirup und die kreolischen Garnelen. Zum Abschluss dieser Reise eigenen sich recht zur\u00fcckhaltende, aber feine Ingwerkekse.<\/p>\n<p>Margot Fischer ist es gelungen, auf 166 Seiten die unglaubliche Vielfalt und Raffinesse der K\u00fcche New Orleans einzufangen. Deren virtuoser Umgang mit Gew\u00fcrzen und Kr\u00e4utern ist mehr als nur eine Reise wert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Rezension bei Heyn<\/h3>\n<h3>Die K\u00fcche der Cajun und CreoleLebenslust ist an der Wiege des Jazz allgegenw\u00e4rtig. Cocktails und Speisen reflektieren die Freude am Genuss. Dieses Buch macht die Geschichte des Landes, das sich stark von den \u00fcbrigen Staaten Nordamerikas unterscheidet, lebendig. Einfach, rustikal und herzhaft sind die Rezepte der Cajun, die aus Frankreich in Amerika eingewandert sind. Die Creole-K\u00fcche hingegen entstand in New Orleans, war urbaner und leichter. Beide Richtungen geh\u00f6ren zur K\u00fcche in Louisiana. Die Bandbreite der beschriebenen Festtagsmen\u00fcs und Alltagsspeisen in dieser erweiterten Neuauflage des Klassikers reicht vom \u00fcppigen Schlem- men an Mardi Gras bis zum Halloween-Horrormen\u00fc. &#8222;Kochen in Louisiana&#8220; bietet 128 Rezepte aus dem Creole &amp; Cajun Restaurant Bayou unter dem Motto: &#8222;Laissez le bons temps rouler!&#8220; &#8211; &#8222;Let the good times roll!&#8220;<\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3>&nbsp;Rezension unter <strong><a title=\"internal link: http:\/\/www.versalia.de\/Rezension.Fischer_Margot.1903.html\" href=\"http:\/\/www.versalia.de\/Rezension.Fischer_Margot.1903.html\">versalia &#8211; das literaturportal<\/a><\/strong>, Autor ist J\u00fcrgen Weber, verfasst am 09.03.2014.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rezension bei Buchgourmet 14.11.2013<\/p>\n<h3>Amerikanische Exotik! Margot Fischer: Bayou \u2013 Kochen in Louisiana, 3. Auflage 2013 Mandelbaum, Wien<\/h3>\n<h3>BuchGourmet Bewertung: ****<\/h3>\n<h3>Originalit\u00e4t: ****<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Falter 42\/2005<\/p>\n<p>Die Neuauflage von Margot Fischers &#8222;Bayou. Kochen in Louisiana&#8220; erh\u00e4lt durch die Katastrophe des Wirbelsturms Katrina und seine Folgen eine melancholische Aktualit\u00e4t. Fischer, die in Wien das erste Creole-Cajun-Restaurant f\u00fchrte, kennt sich aus und liefert nicht blo\u00df die unerl\u00e4sslichen Rezepte f\u00fcr Gumbo und Jambalaya, sie gibt auch eine kleine Einf\u00fchrung in Grundlagen und Urspr\u00fcnge der K\u00fcche in Louisiana, die als die vielf\u00e4ltigste und interessanteste in den Vereinigten Staaten gilt, und f\u00fchrt im Buch durch die Jahreszeiten im Golf von Mexiko. M\u00f6gen die Good Times dort bald wieder rollen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mottingers Meinung 10. M\u00e4rz 2014 In Margot Fischers Buch \u201cBayou. 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